HR Today | 06/2008 | Text: Marianne Rupp
Mit dem Duft der weiten Welt in der Nase
Von links nach rechts, hinten:
Claudio Forino, Senior HR Manager; Stefan Bryner, Senior HR Manager.
Vorne:
Andrea Pfister, Senior HR Manager; Sabine Speich, Head HR Development; Roland Bentele, Head HR.
«Unser Tätigkeitsgebiet ist extrem vielfältig und zugleich sind wir in der Rolle des Leaders, der dafür sorgt, dass der Flughafen als System funktioniert», erklärt Roland Bentele, HR-Leiter der Unique (Flughafen Zürich) AG. Unique hat rund 1400 Mitarbeitende – von der Lüftungstechnik bis zum Tower – und ist eingebettet in ein System von 260 Flughafenpartnern. Das Flair der grossen weiten Welt und die Begeisterung für die Luftfahrt ziehen viele potenzielle Mitarbeitende an. Dennoch sei es schwierig Fachspezialisten, gerade im Bereich Engineering, zu finden, sagt Bentele. «Aber wer einmal Kerosin geschnuppert hat, den lässt der Flughafen nicht mehr los.» Davon zeuge auch die geringe Fluktuation.
Die eingeschworene Gemeinschaft zeigt sich auch daran, dass es im Verwaltungsgebäude keine abschliessbaren Büros gibt. Sie hat jedoch schwere Zeiten hinter sich: Kaum war Unique aus einer Fusion entstanden, stürzten die Terroranschläge vom 11. September 2001 die Luftfahrt in eine Krise. Kurz darauf folgte das Swissair-Grounding. «Dies hat unser Team zwar zusammengeschweisst, aber es ging ums nackte Überleben», erklärt der HR-Chef.
Erst ab 2004 konnte sich das HRM wieder aufbauenden Projekten widmen. So hat es beispielsweise eine neue Vergütungspolitik ausgearbeitet, die nun eingeführt wird. Auch die Personal- und Führungsentwicklung werde mit «vollem Schub» vorangetrieben – ein entsprechendes Konzept hat die GL soeben genehmigt –, ebenso wie das Gesundheits- und Case Management. Dazu gehört die neue Sozialberatung, die es seit Anfang Jahr gibt. Die zuvor damit betrauten Flughafenseelsorger seien nicht für alle Themen die richtigen Gesprächspersonen gewesen, erklärt Bentele.
Ein weiteres grosses Projekt, das der HR-Leiter mit seinen 20 Leuten im nächsten Jahr angehen will, ist das Zeitmanagement. «Einige Regelungen stammen aus der Gründungszeit des Unternehmens und müssen überarbeitet werden.» All diese Projekte seien zwar wichtig. «Zentral und unabdingbar ist aber, dass HR-Instrumente, -Prozesse und -Administration bestens funktionieren», sagt Bentele. Diese Themen stehen im Sinn einer Überprüfung und Anpassung im Jahr 2008 im Zentrum der HRM-Projektarbeit.