HR Today | 03/2005 | Text: Cordelia Kissling
Unbekanntes und Andersartiges kann neugierig machen, aber auch Angst auslösen. Während sich die einen Neuem (vorsichtig) interessiert nähern, verschliessen sich andere und halten vorzugsweise am Bestehenden fest. Meistens nützt alles Augenzumachen nichts, da die Ereignisse einen sonst einfach überrollen, und dann ist es für ein Mitgestalten des Geschehens zu spät. Angesagt ist die rechtzeitige Auseinandersetzung, die nicht immer bequem ist. Ein Thema, das zurzeit die Schweiz bewegt, sind die bilateralen Verträge I und II. Gerade die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit EU/Schweiz und das Abkommen Schengen/Dublin erhitzen die Gemüter. Wie wird sich die Situation in der Schweiz, die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickeln? Wird unser Land von billigen ausländischen Arbeitskräften überschwemmt? «Im Gespräch» ab Seite 5 werden einerseits die Fakten der komplexen Materie aufgezeigt, andererseits kommen Arbeitsmarktexperten zu Wort, welche die Konsequenzen der gegenwärtigen Entwicklungen aufzeigen.
Die idealtypische Arbeitskraft vor rund fünfzig Jahren war männlich, weiss, jung, verheiratet mit Kindern. Gesellschaftliche Veränderungen haben dazu geführt, dass die erwerbstätige Bevölkerung ein mittlerweile ziemlich heterogenes Bild abgibt. Eine Tatsache, vor der sich auch Arbeitgeber nicht verschliessen können. Diversity – Vielfalt der Mitarbeitenden – ist heute ein Stichwort für viele Unternehmen: Andersartigkeit soll kein Grund zur Ausgrenzung, sondern Ansporn zur Integration sein. Verschiedenartigkeit der Mitarbeitenden bezogen auf Alter, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung und Rasse können eine Bereicherung und ein grosses kreatives Potenzial bedeuten. Dass Unterschiede auch Potenzial für Konflikte darstellen, darf nicht wegdiskutiert werden. Wie sich Unternehmen dem Thema «Mitarbeitervielfalt» stellen. Die Vielfalt bei fenaco, einer Unternehmensgruppe der Schweizerischen Agrarwirtschaft, zeigt übrigens sehr anschaulich unsere Bildserie im Thementeil. Zum Thema «Diversity» – verschiedene Köpfe, verschiedene Ideen – hat Beat Märki fotografiert.